Anoplophora glabripennis

Anoplophora glabripennis

Der nachstehende Text und die Abbildungen stammen von der Forstl. Bundesversuchsanstalt -Waldforschungs-zentrum- in Wien.

alb titel 225x396Der asiatische Laubholzbockkäfer (ALB) gilt zurzeit als gefürchtetstes holzzerstörendes Insekt und wurde im Juli 2001 erstmals in Europa an Ahornbäumen in Braunau am Inn (Oberösterreich) entdeckt. Die Heimat des ALB ist Asien (China, Korea, Taiwan). Wahrscheinlich wurde der Käfer von dort mit befallenem Verpackungsholz eingeschleppt. Seine im Stamm verschiedener Laub-bäume fressenden Larven verursachen nach 1-2jähriger Entwicklung das Absterben der Bäume.

Seine Wirtsbäume sind in China Pappelarten (P.nigra, P.deltoides.), Weide, Ahorn, Erle, Apfel, Mehlbeere, Platane, Kirsche, Birne, Robinie, Sophora und Ulme. In den USA tritt er besonders an Ahornarten und Rosskastanie auf, aber auch an Birke, Esche, Mehlbeere, Tulpenbaum, Pappel und Weide.

Der Käfer ist schwarz mit unregelmäßig verteilten weißen Flecken und langen, schwarzweißen Fühlern (bei Männchen ca. 2,5fache Körperlänge, bei Weibchen ca. 1,3fach).

Der Käfer fliegt von Juni bis Ende Sept./Okt. und ist nach Literaturangaben kein guter alb frass 225x168Flieger. Nach Beobachtungen des Waldforschungszentrums Wien kann der ALB aber durchaus einige hundert Meter fliegend zurücklegen.

Seine ca. 30 Eier legt das Weibchen einzeln in eingeritzte Taschen an Astverzweigungsstellen und bei schwächeren Bäumen am Stamm. Nach zwei Wochen schlüpfen die Larven, die zunächst im Kambialgewebe später im Holz fressen. Bei einer Entwicklungszeit von 1-2 Jahre durchlaufen sie 11 Larvenstadien. Die beinlosen, creme-farbenen Larven werden bis zu 5 cm lang und 1 cm dick.

Die Eiablagestellen der Käfer ist am Stamm und im Kronenansatzbereich als Nagestellen in der Rinde erkennbar, später am Gummifluß. Der Larvenfraß ist als alb frassl1 225x168grobspäniges Bohrmehl am Stammfuß oder an Rindenschadensstellen zu erkennen.

Welkesymptome und Vitalitätsschwächungssymptome (schüttere Belaubung, Blattvergilbung) treten bei starkem Befall und oft erst gegen Ende der Entwicklung auf; dann sterben die Bäume auch ab. Beim Durchschneiden des Holzes zeigen sich riesige Bohrgänge (DM 1-3 cm) im gesamten Holzkörper (Stammbereich und Krone).

 

Verwechslungsmöglichkeiten

Bei Fraßbild oder Larven bestehen gewisse Verwechslungsmöglichkeiten zum Pappelbock und Weidenbohrer.

 

Gegenmaßnahmen

Bei einem erkannten Befall ist wegen der unkalkulierbaren Risiken zu überlegen, alle Laubbäume im Umfeld der Befallsstelle prophylaktisch zu fällen und das Holz zu schreddern. Da der Käfers nicht sehr weit fliegt, besteht so die hoffnung, die Ausbreitung zu unterbinden.

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