Der Arbeitskreis Stadtentwicklung wurde 2014 unter der Leitung von Heiner Baumgarten gegründet mit dem Ziel einer gesamtstädtischen Betrachtung der Grün- und Freiflächen als Beitrag zur Stadtentwicklung.

Er befasst sich mit möglichen und notwendigen Strategien für die Freiraumentwicklung in den Städten, insbesondere Richtwerten und Freiraumkonzepten, die dafür notwendigen Instrumente und Strukturen für die Grünflächenämter und entwickelt Arbeitshilfen, Positionspapiere und Beispielsammlungen. Grundlage ist insbesondere der Austausch und die Auswertung von Erfahrungen der im Arbeitskreis vertretenen Städte.

Zum Thema „Grün in der Stadt“ hat der Arbeitskreis 2016 anlässlich des Prozesses zum Weißbuch ein umfangreiches Positionspapier verfasst, in dem Bedarf, Ziele und Forderungen zur Entwicklung der städtischen Freiräume dargelegt werden. Der Arbeitskreis hat sich zudem bei der Entwicklung der Publikation „Urbane grüne Infrastruktur. Grundlage für attraktive und zukunftsfähige Städte. Hinweise für die kommunale Praxis“ des Bundesamts für Naturschutz 2017 eingebracht. Derzeit werden neue, Richtwerte erarbeitet, da die letzten Richtwerte der GALK von 1973 sind und angesichts der aktuellen städtebaulichen Entwicklungen differenzierte Angaben als Argumentationsgrundlage benötigt werden. Zudem werden Konzepte für die gesamtstädtische Freiraumentwicklung als gute Beispiele insbesondere hinsichtlich ihres Beitrags zur Stadtentwicklung gesammelt.

Die Aufarbeitung zukunftsfähiger Strategien für die Freiraumentwicklung in unseren Städten ist dringend notwendig, weil

  • viele Städte mit Neubaugebieten und Nachverdichtungen wachsen und eine nachhaltige Qualität mit ausreichenden Grün- und Freiräumen sowohl für die bestehende als auch die neue Bevölkerung gesichert werden muss
  • angesichts des Klimawandels konsequente Grünstrukturen in einer Stadt erhalten und neu entwickelt werden müssen, insbesondere zur Vorsorge bei Überschwemmungen und Überflutungen bei Starkregenereignissen
  • Freiräume eine wichtige Bedeutung zum gesunden Leben in der Stadt haben (z.B. Bewegung, Klima, Luft)
  • sich die Lebens- und Freizeitaktivitäten in der Stadt ändern durch eine zunehmend multikulturellere Bevölkerung, zunehmendem Anteil von Single-Haushalten sowie steigendem Anteil älterer als auch jüngerer Menschen
  • vor allem städtische Freiräume noch eine relativ hohe Biodiversität aufweisen und Naturerfahrung in der Stadt weiterhin gesichert werden soll
  • qualitativ hochwertige Angebote in den Bereichen Freizeit, Freiraum und Grün- und Naturflächen zunehmend Bedeutung gewinnen bei Standortentscheidungen von Unternehmen oder qualifizierten Mitarbeitern
  • die Bedeutung der Frei- und Grünflächen beim Stadtmarketing steigt (der Besucher erlebt eine Stadt primär über den Freiraum)
  • Anreize für nachhaltige Stadtentwicklung bei Neubau und Bestand unter ökologischen, ökonomischen und sozialen Gesichtspunkten

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