Ceratocystis platani

Der folgende Text stammt nicht aus den Erfahrungen deutscher Kommunen sondern wurde aus anderen Ländern Mitteleuropas als Literaturrecherche zusammengetragen.

platanenkrebs prof vigouroux avignon2008 225x169Dieser Beitrag dient hauptsächlich der Vorsorge und Sensibilisierung der Fachkollegen für diesen Erreger, da bei einem Erstnachweis die zuständigen Behörden/ Pflanzenschutzämter zu informieren sind, damit diese im Anschluss den notwendigen Maßnahmenkatalog erstellen, koordinieren, kontrollieren und betreuen können.

Die Platane ist in vielen deutschen Kommunen eine der Hauptbaumarten, im Süden Deutschlands häufiger als im Norden.

Bisher ist der Platanenkrebs in der Bundesrepublik Deutschland noch nicht nachgewiesen worden.

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Schaderreger und Symptome

Der Platanenkrebs ist bereits seit 1929 in den USA bekannt. In Europa wurde ein Erstbefall 1945 in Frankreich gemeldet. Weiterhin erfolgte der Nachweis 1972 in Norditalien, 1983 im Tessin, 2001 in Genf und 2006 erneut in Frankreich am Canal du Midi. Bei dem Platanenkrebs (Ceratocystis platani) handelt es sich um einen pilzlichen Erreger, der über Verletzungen oder Feinwurzeln in den Baum eindringt und dort die Leitungsbahnen verschließt. Befallene Bäume sterben dann innerhalb von 2 - 5 Jahren ab. Die Verbreitung des Pilzes erfolgt über Wasser, Luft, Insekten platanenkrebs avignon2008b 225x300und den Menschen (z.B. Baumschnittmaßnahmen). Da der Erreger kein spezifisches Erscheinungsbild besitzt, können Hinweise auf einen möglichen Befall Stammnekrosen, Verfärbungen am Stamm und abgestorbene Kronenteile geben. Für Menschen und Tiere ist dieser Pilz ungefährlich, da er ausschließlich Platanen befällt.

Trotz der drastischen Maßnahmen wurden in Genf 2002 und 2003 erneut Infektionsherde festgestellt. In Frankreich sind bis zum Jahre 2011 ca. 4.000 Bäume gefällt worden und Experten rechnen damit, dass am Canal du Midi in den nächsten 15 - 20 Jahren alle 42.000 Platanen durch den Platanenkrebs ausfallen werden.

 

Konsequenzen für die Kommune

Beispiele für Maßnahmenkataloge aus Genf und Frankreich:

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