Corythucha ciliata

Quellen: Hoffmann, H. J.: Zum Auftreten der neozotischen Platanengitterwanze in NRW. Naturschutz-Mitteilungen 1/07, S. 48-50
www.hortipendium.de/Platanennetzwanze
www.arbofux.de/platanennetzwanze.html.

 

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Schaderreger

Die Platanennetzwanze (auch Platanengitterwanze genannt) ist ein Neozoon und gehört zu den Wanzen. Die Art wurde 1964 von Nordamerika nach Italien eingeschleppt, von wo sie sich weiter ausbreitete. 1983 wurde sie erstmals im Deutschen Süden gesichtet. Die Platanennetzwanze lebt nur auf Bäumen der Gattung Platanus und bevorzugt wärmere Gebiete. Keine platnetzwanz2 225x180Verwechslungsmöglichkeit mit anderen Tieren.
Die Platanennetzwanze ist ca. 4 mm groß. Die Vorderflügel und der Vorderkörper der erwachsenen Tiere zeigen ein weißes Gitterwerk, während der Hinterkörper schwarz gefärbt ist. Die Vorderflügel haben einen dunklen Mittelfleck. Larven und ausgewachsene Tiere sind zahlreich auf der Blattunterseite der Platane zu finden. Auf einer Blattunterseite können bis zu 300 Tiere gefunden werden.

Die erwachsenen Tiere überwintern unter den für die Platane typischen Borkenschuppen der Rinde. Ende April / Anfang Mai legen die Weibchen ihre Eier mit einem Legestachel in die Blätter. Die Entwicklung zum erwachsenen Tier dauert zwei Monate. Die jungen Larven häuten sich im Laufe des Sommers mehrfach. Die Larven sind von ähnlicher Größe wie die erwachsenen Tiere, jedoch deutlich dunkel gefärbt und besitzen eine seitlich angeordnete Dornenreihe. Ein Puppenstadium wird nicht ausgebildet, die Tiere durchlaufen wie alle Wanzen eine unvollständige (hemimetabole) Entwicklung. Auffallend sind die Häutungsreste (Exuvien) sowie die glänzenden, dunklen bis schwarz gefärbten Kottröpfchen. Alle Stadien saugen an den Blättern auf der Blattunterseite. Bis zu 2 (3) Generationen können auftreten.

Die Tiere fliegen nicht weit, werden jedoch über den Wind oder entlang von Verkehrstrassen verbreitet.

 

Schadbild und Gegenmaßnahmen

Die Blätter zeigen aufgrund der Saugtätigkeit anfänglich Aufhellungen entlang der Blattrippen. Mit fortlaufendem Befall nehmen diese Aufhellungen zu, so dass die Blätter fahl gelb bzw. hellbeige erscheinen. Stark befallene Bäume können in ihrer Entwicklung deutlich gehemmt werden. Ein Absterben der Bäume wurde bisher nicht beobachtet.

Der Einsatz von Insektiziden verbietet sich in der Regel, da die Platanen zumeist im dicht besiedelten Bereich vorkommen. Optimale Wachstumsbedingungen stärken die Bäume.

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