Gartenschauen sind in vielen Bundesländern feste Bestandteile der regionalen Entwicklung und weit mehr als reine Blumenausstellungen. Sie finden in regelmäßigen Abständen statt und verbinden Themen wie Stadtplanung, Naturgestaltung und Tourismus auf besondere Weise. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Präsentation von Pflanzen, Gärten und gestalterischen Ideen. Häufig werden Flächen genutzt, die zuvor wenig attraktiv oder sogar brach lagen. Diese werden im Zuge der Veranstaltung umgestaltet und dauerhaft aufgewertet. So entstehen neue Parks, Grünflächen und Orte zur Erholung, die auch nach dem Ende der Schau erhalten bleiben.

Ein Beispiel dafür ist die Landesgartenschau Bad Lippspringe 2017, bei der ein ehemaliges Militärgelände in eine öffentlich zugängliche Parklandschaft verwandelt wurde. Auch die Landesgartenschau Würzburg 2018 hat gezeigt, wie sich städtische Räume durch kreative Konzepte nachhaltig verbessern lassen.

Neben der gestalterischen und ökologischen Wirkung haben Landesgartenschauen auch wirtschaftliche Bedeutung. Während der Veranstaltungszeit kommen viele Besucher in die Region, was sich positiv auf Hotels, Restaurants und Geschäfte auswirkt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Vermittlung von Wissen. Themen wie Umwelt- und Naturschutz, Klimawandel oder nachhaltige Nutzung von Ressourcen werden für Besucher anschaulich und verständlich aufbereitet.

Insgesamt tragen Landesgartenschauen dazu bei, Städte und Gemeinden lebenswerter zu machen. Sie schaffen nicht nur kurzfristige Aufmerksamkeit, sondern hinterlassen langfristige Veränderungen, von denen die Bevölkerung noch Jahre später profitiert.

Die Landesgartenschauen 2026

Die Landesgartenschauen 2026 finden in vier Bundesländern statt, darunter Neuss (NRW, 16.04.–11.10.), Leinefelde-Worbis (Thüringen, 23.04.–11.10.), Ellwangen (Baden-Württemberg, 24.04.–04.10.) und Bad Nenndorf (Niedersachsen, 29.04.–18.10.). Die Veranstaltungen fokussieren sich auf Stadtentwicklung, Nachhaltigkeit und Gartenkunst.

    Landesgartenschau Neuss 2026 (NRW): Auf dem ehemaligen Rennbahngelände entsteht ein 38 Hektar großer Bürgerpark mit über 2.000 Bäumen.

    Landesgartenschau Ellwangen 2026 (Baden-Württemberg): Unter dem Motto „Wir bringen Ellwangen an die Jagst“ wird der Fluss renaturiert und die Stadt grüner gestaltet.

    Landesgartenschau Bad Nenndorf 2026 (Niedersachsen): Die historische Kurstadt im Schaumburger Land setzt auf prachtvolle Blumenbeete und eine Neugestaltung des Kurparks.

    Landesgartenschau Leinefelde-Worbis 2026 (Thüringen): Die Schau verbindet die Südstadt mit dem Lunapark und der Grünen Achse, um die Stadtentwicklung zu fördern.

    (Bayern: Die geplante Landesgartenschau 2026 in Tittmoning findet nicht statt.)

Die Landesgartenschauen 2026 bieten neben Ausstellungen auch Raum für Erholung und regionale Begegnungen.