Nachlese florum 2019

Mit einem weiterentwickelten Veranstaltungsformat präsentierten sich die holsteinischen Baumschulen den europäischen Baumschul-Kollegen, dem GaLaBau, den Landschaftsarchitekten, kommunalen Vertretern sowie dem gärtnerischen Facheinzelhandel: Acht Tage lang - vom 29. August bis 5. September 2019. Den Gästen wurden in drei Fachblöcken von 25 Experten insgesamt 28 Fachvorträge angeboten, zudem hatten 49 namhafte Baumschulen ihre Türen für Fachbesucher geöffnet.

Den Auftakt markierten am 29. und 30. August die Holsteiner Baumschultage, die parallel mit der Fachmesse Baumschultechnik durchgeführt wurden. Vorträge unter dem Motto „Neue Spielregeln für Baumschulen“, Moderne Baumschultechnik“, „Management in Baumschulen“ sowie „Holsteiner Pflanzenvielfalt“ sprachen die gemeinsamen Fachbesucher an. Besondere Aufmerksamkeit erhielt Referent Christoph Dirksen mit seinen Ausführungen über die künftigen Technischen Lieferbedingungen für Baumschulgehölze mit den für die Praxis relevanten Änderungen für Produktion und Abnahme. Auch die automatische Unkrautregulierung durch BONIROB (Referent Prof. Hussmann, FH Westküste), vorerst im Gemüsebau, stieß auf großes Interesse.

Die Veranstalter, Axel Huckfeldt, Vorsitzender des Landesverbandes Schleswig-Holstein im BdB, und Ute Volquardsen, Präsidentin der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, zeigten sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis der 2. Auflage von florum: „Die Auswertung unserer Meinungsumfragen zeigt mit der Note 2 eine hohe Akzeptanz in der Gesamtbewertung von Fachbesuchern und teilnehmenden Ausstellern. Die Florum ist also auf dem richtigen Weg“. Die Auswertung der Befragungen zur Florum 2019 ergibt folgende Ergebnisse:

  • Rund 2.500 Fachbesucher haben an Florum 2019 teilgenommen. 1.750 Besucher haben an den Vorträgen im Fachsymposium im Gartenbauzentrum teilgenommen, rund 750 Besucher waren Gast in den teilnehmenden Betrieben. Die Betriebsbesuche ergaben sich vor allem in Überschneidung des Florums-Teil „Holsteiner Baumschultage“ mit der Baumschultechnik 2019, die rund 6.000 Fachbesucher hatte. Das Ergebnis entspricht voll den Erwartungen der Veranstalter.
  • Das Fachvortragsprogramm wurde sowohl von den Fachbesuchern als auch den teilnehmenden Baumschulbetrieben gelobt und erhielt im Ergebnis die Note 1 bis 2. 25 spannende Referenten, 28 zielgruppengerechte Vorträge zu relevanten, aktuellen Themen, immer ausgerichtet auf das Ziel, dem Fachbesucher relevantes Wissen als Mehrwert (Wissenstransfer) mitzugeben – das kam sehr gut an.
  • Das Messekonzept wird von den Ziel-Branchen angenommen. Deshalb wird FLORUM 2021 fortgeführt.

Dr. Frank Schoppa, Geschäftsführer der florum-Messe, ist mit dem Ergebnis der zweiten Auflage von Florum sehr zufrieden: „Die guten Bewertungen von Fachbesuchern und Ausstellern zeigen: unsere Florum ist in der Grünen Messewelt angekommen! Die Baumschultechnikmesse hat für enormen Publikumsschub gesorgt, die getrennte Ansprache der Zielgruppen hat das Messeprofil geschärft. Wir freuen uns auf die Florum 2021!“

Unter dem Titel „StadtGrün – Planung und Ausführung“ sprach die Florum 2019 am 3./4. September erstmals Fachbesucher aus GaLaBau, Landschaftsplanung und Kommunen an. Dieser Programmteil enthielt Fachvorträge über eine menschenfreundliche Lebensumwelt, grüne Wohlfahrtswirkungen und Biodiversität sowie Tipps und Tricks für leistungsfähiges Stadtgrün. Dazu waren die Veranstalter eine Kooperation mit den Fachverbänden GaLaBau Schleswig-Holstein und Hamburg eingegangen.

Große Beachtung fand insbesondere der Leitvortrag der Referentin Alexandra Czerner, czerner göttsch architekten, architektur und stadtplanung, Hamburg, die eine konkrete Maßnahmen-Agenda für die Verbesserung des Stadtklimas vorstellte. Czerner forderte die Einführung einer Grünflächenzahl in der Baugesetzgebung sowie die strikte Vermeidung der Grenzbebauung. Darüber diskutierte das Auditorium engagiert. Gewünscht wurde eine Allianz der Grünen Verbände mit der gemeinsamen Forderung einer Grünflächenzahl in den Bauordnungen zur Sicherung eines ausreichenden Grünanteils bei künftigen Bauvorhaben, vor allem im urbanen Raum. Referent Bernhard von Ehren ergänzte die Agenda und forderte leidenschaftlich: „Mehr Bäume braucht die Stadt!“

Ebenfalls große Beachtung fanden die Empfehlungen von Gehölzexperten Klaus Körber, Veitshöchheim, zur Steigerung der Biodiversität im urbanen Raum durch geeignete Gehölzauswahl. Mit qualifizierten Aussagen zu Nektar- und Pollenangebot der einzelnen Gehölze konnte Körber bei den anwesenden kommunalen Entscheidungsträgern punkten. Referent Jörg Pfenningschmidt, Hamburg, begeisterte das Publikum mit einer launig-rasanten Reise durch die Welt der Stauden. Großen Applaus des Auditoriums erhielt auch Prof. Dr. Dirk Dujesiefken für seine instruktive Anleitung zur effizienten Jungbaumpflege.

Jens Sander von den E. Sander Baumschulen in Tornesch, zeigte sich euphorisch über den Zuspruch für den Programmteil „StadtGrün“ von Florum 2019: „Mit „StadtGrün“ konnten wir Planer, Behörden und nicht zuletzt Garten- und Landschaftsbauer auf unser Pinneberger Baumschulland und unsere Leistungsfähigkeit aufmerksam machen. Wichtig ist uns zu vermitteln, dass Bäume nicht das Problem, sondern die Lösung sind.“ Sander setzt langfristig auch auf die Impulse der Vorträge zum Grün im öffentlichen Raum: „Die Fachvorträge haben eindrucksvoll gezeigt, dass unsere Gehölze für eine lebenswerte Zukunft im öffentlichen Raum unverzichtbar sind. Damit arbeiten wir an einer langfristigen Absatzsicherung.“

Das Fachsymposium für den grünen Facheinzelhandel mit dem Motto „Grüne Emotionen: Das will ich haben!“ zielte am letzten Florum-Messetag (5.9.2019) auf Gärtnereien, Gartenbaumschulen, Gartencenter und Systemhandel. Vom Pflanzenverkäufer zum Kundenversteher, Profilbildung, Rosentrends und Sortimentsoptimierung waren nur einige der Themen, für die sich viele Fachbesucher interessierten. Publikumslieblinge waren hier der workshop „Mit saisonalen Präsentationsflächen Kauflust wecken“ mit Referentin Marion Illemann, Ihrhove, sowie der crash-Kurs „Kein Profit ohne Profil!“ von Unternehmensberater Andreas Löbke, CoConcept, Luxemburg. Rhododendron-Züchter Holger Hachmann, Barmstedt, freute sich über den Zuspruch des Fachpublikums: „Wir wünschen uns von den Gartencentern mindestens die gleiche Aufmerksamkeit für die Vielfalt und saisonalen Höhepunkte des Baumschulsortiments wie für den Parkplatz oder das Entree. Unsere Gäste konnten dafür heute viele konkrete Anregungen zur Profilierung, zum Sortiment und zur Warenpräsentation mitnehmen.“

Das Pinneberger Baumschulland mit seinen rund 300 Baumschulbetrieben ist eines der größten geschlossenen Baumschulgebiete der Welt und bündelt Spezialwissen seit gut 250 Jahren. Die hier vorhandene Fachkompetenz für eine grüne Umwelt, das Gartenbauzentrum sowie gartenkulturelle Einrichtungen wie z.B. das Arboretum Ellerhoop machen das Pinneberger Baumschulland einzigartig. Die Fachmesse florum komplettiert dieses Kompetenzprofil.

Ihr Ansprechpartner:

Dr. Frank Schoppa
Geschäftsführer

0175 / 526 11 11
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Internet: www.florum.sh