Hohes Aufkommes des EPS in diesem Jahr
Eine Reihe von Kommunen melden in diesem Jahr ein hohes Aufkommen der EPS-Raupen. Darunter z.B. die Stadt Esslingen, wo es bereits zu größeren Prozessionen auf Gehwegen gekommen ist. Wegen des Befallsdrucks werden nicht nur dort die Bevölkerung einmal wieder auf den neusten Stand gebracht und die Risiken erläutert. Der Eichenprozessionsspinner kommt mittlerweile überall in Deutschland vor. Schwerpunkte scheinen derzeit in Berlin und Brandenburg zu liegen. Aber auch aus Hamburg kommt die Meldung, dass in diesem Jahr die Ausbreitung extrem zunahm. Erstmals ist hier wohl nicht sichergestellt, alle Nester rechtzeitig absaugen zu können. Für die Hansestadt ist das besonders brisant, weil allein an Hamburgs Straßen mehr als 45.000 Eichen stehen, die bei weiterer Ausbreitung des ESP potenziell gefährdet sind.
Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) breitete sich als Hygieneschädling in weiten Teilen des Bundesgebietes weiter aus, ist aber in einigen Städten und Landkreisen bereits seit Jahren fest etabliert. Hier treten massive Konflikte mit den Nutzergruppen befallener Areale auf. Deren Eigentümer müssen geeignete Strategien zur Bekämpfung des Schädlings entwickeln, um die Gefährdung der Nutzer (vom EPS ausgelöste Raupendermatitis von ca. Ende Mai bis Ende August) auszuschließen. Wo dies nicht gelingt, müssen Schulen und Schwimmbäder, Spielplätze oder Kindergärten geschlossen bleiben. Aber seine Beseitigung löst hohe Kosten aus.
